Rohes Fleisch für Hunde? I Futterfinder.com

Ganz gleich, ob bei dir ein Dackel, Spitz, Riesenschnauzer, Labrador, Mini Pinscher oder ein kleines Püdelchen lebt: Unabhängig von Rasse und Größe sind die artbestimmenden physiologischen Eigenschaften des Hundes, insbesondere der Verdauungstrakt, bis heute nahezu unverändert geblieben.



Wolf in der Natur

Rohes Fleisch für Hunde? Ist das gut?

Auch wenn es manchmal nicht mehr offensichtlich ist, wissen wir es alle: Der Hund stammt vom Wolf ab und seine Domestikation liegt bereits über fünfzehntausend Jahre zurück.

Das klingt unglaublich lang, ist es evolutionsgeschichtlich jedoch nicht. Im Vergleich zu den rund zehn Millionen Jahren, die es im Fall der Kaniden gedauert hat, bis sich anatomische und physiologische Besonderheiten vollständig herausgebildet haben, ist diese Zeitspanne sehr kurz.

Ganz gleich, ob bei dir ein Dackel, Spitz, Riesenschnauzer, Labrador, Mini Pinscher oder ein kleines Püdelchen lebt: Unabhängig von Rasse und Größe sind die artbestimmenden physiologischen Eigenschaften des Hundes, insbesondere der Verdauungstrakt, bis heute nahezu unverändert geblieben.

Hunde sind und bleiben, genau wie ihr Urvater der Wolf, Vertreter der Karnivoren, also Fleischfresser.

Was bedeutet das nun konkret für den Speiseplan deines Hundes?

An dieser Stelle möchte ich dir erklären, was die Bezeichnung „Fleischfresser“ tatsächlich bedeutet, denn sie ist im wörtlichen Sinne etwas irreführend.

Fütterung für Hunde

Vom Wolf zum Hund

Der Wolf frisst nicht nur reines Muskelfleisch. Er verwertet, abgesehen von einigen schwer oder unverdaulichen Bestandteilen, seine gesamte Beute. Je nachdem, was er erlegt, können das Mäuse, Würmer, Insekten, Fische, kleine Nagetiere oder Frösche sein. Nicht immer stehen Rehe, Lämmer, Kälber, Hasen oder Rotwild auf dem Speiseplan. In Zeiten knapper Nahrung greift er auch auf Früchte, Wurzeln oder sogar die Exkremente anderer Tiere zurück.

Durch die Aufnahme der gesamten Beute deckt der Wolf seinen Bedarf an essenziellen Nährstoffen wie Fetten, Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen. Zusätzlich sind in der Beute auch Kohlenhydrate sowie Faserstoffe (Ballaststoffe) enthalten, die für eine funktionierende Verdauung notwendig sind und Verstopfungen vorbeugen.

Verdauung beim Hund

Um Kohlenhydrate bzw. Stärke verdauen zu können, benötigt der Körper ganz bestimmte Enzyme: Saccharase und Amylase. Diese fehlen beispielsweise bei Welpen bis zur 12. Lebenswoche vollständig. Nur mithilfe dieser Enzyme ist der Organismus überhaupt in der Lage, Kohlenhydrate zur Energiegewinnung zu nutzen.

Im Vergleich zum Menschen weisen Hunde jedoch nur eine sehr geringe Aktivität dieser Enzyme auf. Menschen besitzen Amylase sogar im Speichel, die sogenannte Speichelamylase –, daher auch der bekannte Satz: „Gut gekaut ist halb verdaut“. Beim Hund führt eine übermäßige Zufuhr von Kohlenhydraten hingegen dazu, dass sie dem Körper eher schadet als nutzt. Dabei geht es nicht nur um Übergewicht mit all seinen bekannten Folgen, sondern auch um das Risiko von Verdauungsstörungen.

Übersteigt der Kohlenhydratanteil im Futter die Verdauungskapazität des Dünndarms, gelangen unverdaute Kohlenhydrate in den Dickdarm, wo sie fermentiert werden müssen. Für die Spezies Fleischfresser ist das jedoch nicht vorgesehen, Hunde besitzen einen sehr kurzen Darm.

Bei diesem Prozess entstehen kurzkettige Fettsäuren und Laktat. Zusätzlich kommt es aufgrund der Osmolalität zu einem Wassereinstrom in den Darm. Die Folge ist ein sauer-wässriger Durchfall. Doch damit nicht genug: Das entstandene Laktat muss durch Darmbakterien abgebaut werden. Dadurch steigt der Milchsäuregehalt im Darm, der pH-Wert sinkt, und die Darmflora wird geschädigt, denn viele Bakterien überleben im sauren Milieu nicht. Mögliche Folgen sind Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen und Durchfall.

Getreide, Stärke und Kohlenhydrate können durchaus Bestandteil der Hundeernährung sein, jedoch nur in sehr geringem Maße. Der Organismus des Hundes zeigt deutlich, dass eine übermäßige Zufuhr den Stoffwechsel belastet. Hunde gewinnen ihre Energie wesentlich effizienter aus Fetten. Das zeigt sich unter anderem daran, dass bei Welpen von Beginn an Lipase sowohl im Pankreas als auch im Magen nachweisbar ist.

Ich hoffe, ich konnte dir einen verständlichen Einblick in die Funktionsweise des Verdauungsapparates deines Hundes geben. Hätte die Evolution vorgesehen, dass Hunde Körnerpicker sind, wären sie vermutlich Vögel geworden.

Wenn du Kohlenhydrate in der Ernährung deines Hundes einsetzt, sollten diese gut verdaulich sein, eine leicht aufschließbare Stärke enthalten und nicht ausschließlich aus Getreide bestehen.

Grundsätzlich gilt: Der Hauptbestandteil des Futters sollte tierischen Ursprungs sein.

Zwar liest man häufig, dass Hunde im Vergleich zum Wolf Kohlenhydrate besser verdauen können und ihr Organismus bis zu 50 % Kohlenhydrate toleriert. Doch auch der menschliche Körper toleriert beispielsweise Alkohol bis zu einem gewissen Grad, das bedeutet jedoch nicht, dass er gut oder notwendig ist.

Welches Hundefutter entspricht artgerechter Fütterung?

Eine artgerechte Fütterung orientiert sich immer an den physiologischen Bedürfnissen des Hundes und damit an seiner Herkunft als Fleischfresser. Das bedeutet vor allem: ein hoher Anteil an hochwertigen tierischen Proteinen und Fetten, ergänzt durch natürliche Bestandteile, die der Hund verwerten kann. Dazu zählen unter anderem Innereien als wichtige Nährstofflieferanten, moderate Mengen gut verdaulicher Kohlenhydrate, natürliche Ballaststoffe sowie Vitamine und Mineralstoffe aus möglichst unverarbeiteten Zutaten.

Wichtig ist dabei nicht nur was im Futter enthalten ist, sondern auch was bewusst weggelassen wird. Zucker, künstliche Farb- und Konservierungsstoffe, minderwertige Füllstoffe oder schwer verdauliche Getreidebestandteile haben in einer artgerechten Hundeernährung keinen Platz. Ebenso entscheidend ist eine schonende Verarbeitung, damit die enthaltenen Nährstoffe dem Organismus tatsächlich zur Verfügung stehen.

Ein Hundefutter, das diesen Grundsätzen sehr nahekommt, ist das Anifit Hundefutter. Es zeichnet sich durch einen hohen Fleischanteil in Lebensmittelqualität, transparente Deklarationen und eine Zusammensetzung aus, die den natürlichen Bedürfnissen des Hundes entspricht. Wenn du dich näher informieren möchtest, findest du weitere Details hier:
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Da jeder Hund individuell ist und Faktoren wie Alter, Aktivitätslevel, Gesundheitszustand und bisherige Fütterung eine große Rolle spielen, empfehle ich grundsätzlich eine persönliche Beratung. Diese ist für dich kostenlos möglich, entweder per E-Mail unter info@futterfinder.com oder telefonisch über die Futterfinder-Hotline. Gemeinsam finden wir heraus, welches Futter wirklich zu deinem Hund passt.

Herzliche Grüße
Elke
Ernährungsexpertin für Hunde


Wird häufig in diesem Artikel genannt:

Taurin ist ein lebenswichtiger Nährstoff, welcher vom Organismus der Katze nicht ausreichend hergestellt wird. Um den Bedarf Ihrer Katze an Taurin zu decken, fügen Sie eine kleine Menge PRO Taurin der täglichen Nahrung zu. PRO Taurin ist geruch- und geschmacklos und verändert nicht den Geschmack des Katzenfutters.

Hunde können Taurin selbst herstellen. Katzen bilden nur geringe Mengen, weshalb sie Taurin als Nährstoff aus ihrer Nahrung aufnehmen müssen.

Frei von Füllstoffen und Rieselhilfen.