Schilddrüsenüberfunktion bei Katzen

In diesem Beitrag erfährst du, wie du die häufige Schilddrüsenüberfunktion bei älteren Katzen frühzeitig erkennst, welche Symptome typisch sind und warum eine rechtzeitige Behandlung so wichtig ist. Du bekommst klare Informationen über Ursachen, Diagnosemethoden und Behandlungsmöglichkeiten – inklusive Tipps, wie du den Gesundheitszustand deiner Katze langfristig im Blick behältst. So kannst du sicherstellen, dass deine Katze trotz der Erkrankung ein aktives und glückliches Leben führen kann.



Schilddrüsenüberfunktion bei Katzen

Schilddrüsenüberfunktion bei Katzen

Bei der Schilddrüsenüberfunktion, auch Hyperthyreose genannt, produziert die Schilddrüse deiner Katze vermehrt Hormone, wodurch alle Stoffwechselvorgänge in ihrem Körper deutlich beschleunigt werden.

Ein kurzer Überblick

Die Schilddrüsenüberfunktion ist die häufigste hormonelle Erkrankung bei älteren Katzen. Ursache ist eine Überproduktion in den Zellen der Schilddrüse, die sich am Hals deiner Katze unterhalb des Kehlkopfes befindet. Sie besteht aus zwei getrennten Lappen, die links und rechts der Luftröhre liegen. Wenn die Schilddrüse vermehrt die Hormone T4 (Thyroxin) und T3 (Trijodthyronin) produziert, vermehren sich die Zellen und die Schilddrüse vergrößert sich insgesamt.

Die Hormone sind bei gesunden Katzen verantwortlich für ein normales Wachstum und die Entwicklung aller Körperzellen, die Regulierung des Zellstoffwechsels und die Steuerung von Wärmehaushalt sowie Sauerstoffverbrauch. Ein Übermaß an Schilddrüsenhormonen beeinträchtigt also den gesamten Organismus deiner Katze.

 

Kranke Katze hat keinen Hunger

Überproduktion von Schilddrüsenhormonen

Die erhöhte Ausschüttung von T3 und T4 führt zu einem beschleunigten Stoffwechsel in jeder Körperzelle. Deine Katze verbraucht dadurch mehr Energie und muss mehr fressen, um ihren Bedarf zu decken. Mit Fortschreiten der Erkrankung wird es immer schwieriger, den Energiebedarf allein über die Futteraufnahme zu decken, sodass es schließlich zu Gewichtsverlust kommt. Das Abmagern trotz gutem Appetit ist eines der auffälligsten Anzeichen einer Schilddrüsenüberfunktion.

Ursachen der Schilddrüsenüberfunktion

Leider sind die Ursachen nicht vollständig geklärt. Statistisch gesehen ist in etwa 98 % der Fälle ein gutartiger Tumor (Adenom) der Auslöser. Nur in 2 % der Fälle handelt es sich um einen bösartigen Tumor (Schilddrüsenkarzinom).

Warum ist eine Behandlung so wichtig?

Bleibt die Überfunktion unbehandelt, kann das zu ernsthaften Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck und Herzproblemen führen. In der Folge können Nierenerkrankungen auftreten, was besonders bei älteren Katzen ein ernstes Problem darstellt. Veränderungen im Verhalten oder Wohlbefinden deiner Katze solltest du daher umgehend abklären lassen.

Wie erkennst man eine Schilddrüsenüberfunktion bei Katzen?

Die Erkrankung tritt meist bei älteren Katzen auf. Typische Hinweise sind auffälliger Gewichtsverlust trotz gutem Appetit oder sogar Heißhungerattacken. Viele Katzen wirken unruhig, laufen rastlos umher, erscheinen ängstlich oder leicht erregbar. Weitere mögliche Symptome sind struppiges Fell, Durchfall, Erbrechen, Nervosität, Aggressivität, vermehrtes Trinken und Harnabsatz, beschleunigte Atmung und Herzschlag sowie ein ängstlicher Gesichtsausdruck. Nicht alle Katzen zeigen alle Symptome, deshalb ist es wichtig, dass du deine Katze genau beobachtest.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Wenn du den Verdacht hast, dass deine Katze betroffen ist, kann die Diagnose in der Regel einfach über eine Blutentnahme gestellt werden. Oft kann der Tierarzt bereits eine vergrößerte Schilddrüse ertasten. Die Blutuntersuchung zeigt die Mengen der Hormone T3 und T4, und bei älteren Katzen ist es sinnvoll, alle Werte prüfen zu lassen, um andere Erkrankungen auszuschließen.

Medikamentöse Behandlung

Nach der Diagnose wird dein Tierarzt ein speziell für Katzen zugelassenes Medikament verordnen, meist für drei Wochen, um den Gesundheitszustand zu stabilisieren. Das Ziel der Behandlung ist, die normalen Schilddrüsenhormonwerte im Blut wiederherzustellen.

Wie geht es nach Beginn der Behandlung weiter?

Deine Katze sollte regelmäßig beim Tierarzt vorgestellt werden, besonders zu Beginn der Behandlung und nach 3, 6, 10 und 20 Wochen für Blutuntersuchungen. So kann der Tierarzt die Wirkung des Medikaments und mögliche Nebenwirkungen überwachen. Ist der Zustand stabil, reichen in der Regel Kontrollen alle drei Monate. Die Krankheit bleibt jedoch unheilbar, daher muss die Behandlung ein Leben lang fortgeführt werden, um die Gesundheit deiner Katze aufrechtzuerhalten.

Fazit

Mit der richtigen Behandlung wirst du schnell positive Veränderungen bei deiner Katze bemerken. Wichtig ist, dass du dich genau an die Anweisungen deines Tierarztes hältst, um den Gesundheitszustand deiner Katze dauerhaft zu sichern.

Du hast eine Katze zuhause und offene Fragen? 

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Dein Team von Futterfinder 🐾🔍


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