Wie viel Futter braucht mein Hund? Mengen richtig berechnen
Warum die richtige Futtermenge so wichtig ist
Zu viel Futter führt zu Übergewicht – mit allen negativen Folgen für Gelenke, Herz und Lebenserwartung. Zu wenig Futter hingegen führt zu Mangelernährung, Energiemangel und Gewichtsverlust. Die richtige Futtermenge ist daher einer der wichtigsten Faktoren für die Gesundheit deines Hundes.
Das Problem: Es gibt keine universelle Antwort. Die benötigte Futtermenge hängt von vielen Faktoren ab – Körpergewicht, Alter, Aktivitätslevel, Futterart und dem individuellen Stoffwechsel deines Hundes. In diesem Artikel erklären wir, wie du die richtige Menge berechnest und worauf du achten solltest.
Die wichtigsten Einflussfaktoren
Bevor wir zur Berechnung kommen, ist es wichtig zu verstehen, welche Faktoren die benötigte Futtermenge beeinflussen:
- Körpergewicht: Der offensichtlichste Faktor. Größere Hunde brauchen mehr Futter als kleine.
- Alter: Welpen wachsen und brauchen relativ mehr Energie als erwachsene Hunde. Senioren haben oft einen langsameren Stoffwechsel und brauchen weniger.
- Aktivitätslevel: Ein Arbeitshund oder Agility-Hund verbraucht deutlich mehr Energie als ein gemütlicher Sofahund.
- Kastration/Sterilisation: Kastrierte Hunde haben oft einen niedrigeren Energiebedarf – bis zu 20% weniger als unkastrierte Tiere.
- Gesundheitszustand: Erkrankungen, Schwangerschaft oder Stillzeit verändern den Energiebedarf erheblich.
- Futterart: Nassfutter, Trockenfutter und BARF haben sehr unterschiedliche Energiedichten – die Mengen sind daher nicht direkt vergleichbar.
Faustregel für Nassfutter
Für hochwertiges Nassfutter wie die Produkte von ANIfit bei Futterfinder gilt als grobe Faustregel:
- Erwachsene Hunde: 2–3% des Körpergewichts pro Tag
- Welpen (bis 6 Monate): 5–6% des Körpergewichts pro Tag
- Welpen (6–12 Monate): 3–5% des Körpergewichts pro Tag
- Senioren (ab 8 Jahre): 1,5–2% des Körpergewichts pro Tag
- Sehr aktive Hunde / Arbeitshunde: 3–4% des Körpergewichts pro Tag
Beispiel: Ein gesunder, normalaktiver Hund mit 15 kg Körpergewicht benötigt etwa 300–450 g Nassfutter pro Tag.
Futtermenge nach Gewicht – Übersichtstabelle
Als schnelle Orientierung für erwachsene, normalaktive Hunde mit hochwertigem Nassfutter:
- 5 kg Hund: 100–150 g pro Tag
- 10 kg Hund: 200–300 g pro Tag
- 15 kg Hund: 300–450 g pro Tag
- 20 kg Hund: 400–600 g pro Tag
- 30 kg Hund: 600–900 g pro Tag
- 40 kg Hund: 800–1.200 g pro Tag
Wichtig: Diese Werte sind Richtwerte. Beobachte immer die Körperkondition deines Hundes und passe die Menge entsprechend an.
Wie erkenne ich, ob die Menge stimmt?
Die beste Kontrolle ist ein regelmäßiger Blick auf die Körperkondition deines Hundes – der sogenannte Body Condition Score (BCS). So prüfst du es:
- Rippen: Du solltest die Rippen deines Hundes leicht ertasten können, aber sie sollten nicht sichtbar sein. Wenn du sie kaum spürst, ist dein Hund zu dick. Wenn sie deutlich sichtbar sind, ist er zu dünn.
- Taille: Von oben betrachtet sollte dein Hund eine erkennbare Taille haben – eine leichte Einschnürung hinter den Rippen.
- Bauchlinie: Von der Seite betrachtet sollte der Bauch leicht nach oben gezogen sein, nicht hängend.
Wenn dein Hund zu- oder abnimmt, passe die Futtermenge in kleinen Schritten (10–15%) an und beobachte die Veränderung über 2–3 Wochen.
Wie oft sollte ich meinen Hund füttern?
Die Anzahl der Mahlzeiten hängt vom Alter und der Größe deines Hundes ab:
- Welpen bis 3 Monate: 4 Mahlzeiten pro Tag
- Welpen 3–6 Monate: 3 Mahlzeiten pro Tag
- Hunde ab 6 Monate: 2 Mahlzeiten pro Tag (morgens und abends)
- Große Rassen: Unbedingt 2 Mahlzeiten pro Tag – eine große Mahlzeit erhöht das Risiko einer Magendrehung
Feste Fütterungszeiten sind wichtig: Sie unterstützen die Verdauung, helfen bei der Gewichtskontrolle und geben deinem Hund Struktur und Sicherheit.
Besonderheiten bei verschiedenen Futterarten
Nassfutter
Nassfutter hat einen hohen Wassergehalt (70–80%) und eine relativ niedrige Energiedichte. Das bedeutet: Du fütterst mengemäßig mehr als bei Trockenfutter, aber dein Hund nimmt dabei viel Feuchtigkeit auf – gut für die Nieren und die Harnwege. Unser ANIfit Schnupperpaket ist ideal, um verschiedene Sorten auszuprobieren und die Lieblingssorte deines Hundes zu finden.
BARF
Bei BARF gelten ähnliche Richtwerte wie bei Nassfutter: 2–3% des Körpergewichts pro Tag für erwachsene Hunde. Da BARF sehr nährstoffreich ist, solltest du die Menge genau im Blick behalten und regelmäßig das Gewicht deines Hundes kontrollieren.
Kombinationsfütterung
Wenn du Nassfutter und Trockenfutter kombinierst, musst du die Mengen entsprechend anpassen. Faustregel: Wenn du 50% Nassfutter gibst, reduziere das Trockenfutter auf 50% der empfohlenen Menge.
Futtermenge bei der Umstellung
Wenn du dein Futter wechselst – zum Beispiel auf hochwertiges Nassfutter von ANIfit – solltest du die Menge während der Umstellungsphase etwas reduzieren. Der Verdauungstrakt muss sich erst anpassen. Unser ANIfit Futterumstellungspaket enthält alles, was du für einen sanften Wechsel brauchst.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Mein Hund frisst seine Portion immer sofort auf – bekommt er zu wenig?
Nicht unbedingt. Viele Hunde fressen gierig, egal wie viel sie bekommen. Orientiere dich an der Körperkondition: Wenn dein Hund ein gesundes Gewicht hat und fit wirkt, stimmt die Menge. Wenn er zunimmt, reduziere leicht.
Mein Hund lässt Futter stehen – bekommt er zu viel?
Möglicherweise. Aber auch Krankheit, Stress oder eine neue Futtersorte können dazu führen, dass ein Hund weniger frisst. Beobachte das Verhalten über mehrere Tage und konsultiere bei anhaltendem Appetitmangel einen Tierärzt.
Wie berechne ich die Futtermenge bei einem Mischlingshund?
Orientiere dich am tatsächlichen Körpergewicht und Aktivitätslevel deines Hundes – nicht an der Rasse. Die oben genannten Faustregeln gelten für alle Hunde unabhängig von der Rasse.
Sollte ich die Futtermenge im Winter erhöhen?
Bei Hunden, die viel Zeit draußen verbringen, kann der Energiebedarf im Winter leicht steigen – der Körper muss mehr Energie aufwenden, um die Körpertemperatur zu halten. Bei reinen Wohnungshunden ist das in der Regel nicht nötig.
Wie viel Futter braucht ein Welpe?
Welpen haben einen deutlich höheren Energiebedarf als erwachsene Hunde. Als Faustregel gilt 5–6% des Körpergewichts pro Tag für junge Welpen, aufgeteilt auf 3–4 Mahlzeiten. Mit zunehmendem Alter wird die Menge schrittweise reduziert und die Mahlzeitenanzahl verringert.